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Den Beitrag hat für Sie gelesen Petra Malm-Hannappel, Praxis für ganzheitliche Ernährungsberatung & -therapie

Prävention beginnt bereits im Mutterleib

Ernährung und frühe kindliche Prägung
Das Risiko für Übergewicht wird bereits im Mutterleib geprägt. So lautet ein Fazit zur aktuellen Thematik „Ernährung und frühe kindliche Prägung” im Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Der starke, epidemieartige Anstieg von Übergewicht und daraus resultierenden Folgeerkrankungen in den Industrieländern in einem relativ kurzen Zeitraum von 20-30 Jahren ist genetisch nicht erklärbar. Stattdessen legen epidemiologische, klinische und tierexperimentelle Studien die Vermutung nahe, dass insbesondere die Ernährung während der pränatalen, also vorgeburtlichen, und frühkindlichen Entwicklung einen prägenden Einfluss auf die spätere Entstehung von Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 haben kann.
Die Einflüsse während der Schwangerschaft bestimmen offenbar sogar in größerem Ausmaß als genetische Faktoren das Geburtsgewicht. So konnten mehrere Untersuchungen zeigen, dass eine übermäßige Gewichtszunahme während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Geburtsgewicht des Kindes einhergeht, welches wiederum als Risikofaktor für Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 im späteren Leben identifiziert werden konnte. Adipositas während der Schwangerschaft erhöht außerdem das Risiko für Komplikationen bei der Geburt für Mutter und Kind. Vor dem Hintergrund, dass bereits jede dritte bis vierte Frau in Deutschland im gebärfähigen Alter übergewichtig ist, handelt es sich potenziell um ein gesundheitspolitisches Problem mit erheblichem Ausmaß.
Übergewicht und eine übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist dementsprechend im Interesse der Gesundheit von Mutter und Kind zu vermeiden. Schwangere müssen nicht „für zwei“ essen. Die zusätzliche Energieaufnahme normalgewichtiger Frauen sollte im Bereich zwischen 200 und 300 kcal/Tag liegen. Übergewichtigen Frauen mit Kinderwunsch wird eine Gewichtsnormalisierung vor der Schwangerschaft empfohlen.
Dass die Einflüsse während der Schwangerschaft offenbar in weit größerem Ausmaß als genetische Faktoren für das Geburtsgewicht verantwortlich sind, konnte eine britische Studie mit Kindern, die durch sogenannte „Leihmütter“ ausgetragen wurden, zeigen: Der BMI der Leihmutter beeinflusste das Geburtsgewicht des Kindes stärker als das Gewicht der natürlichen Mutter. Als Ursache dafür kommt primär der Ernährungszustand der Schwangeren infrage.
Einen weiteren Einfluss auf das Übergewichtsrisiko des Kindes hat die frühkindliche Ernährung: So führt Stillen im Vergleich zu Nichtstillen zu einer Senkung des Risikos, im späteren Kindes- oder Erwachsenenalter Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf Krankheiten zu entwickeln. Als natürliche Form der Neugeborenenernährung wird Stillen daher weiterhin uneingeschränkt empfohlen und sollte entsprechend gefördert werden.
„Prävention darf nicht erst im Kindesalter beginnen. Entscheidende, lebenslange Weichenstellungen im Sinne einer Prägung von Krankheitsveranlagungen erfolgen bereits während kritischer Entwicklungsphasen im Mutterleib und in den ersten Lebenswochen”.
Ratsuchende können sich gerne in der Praxis für ganzheitliche Ernährungsberatung /-therapie Petra Malm-Hannappel in Hundsangen informieren. Die Kosten hierfür werden anteilig von der Krankenkasse übernommen.

Eine Information von Petra Malm-Hannappel
exam. Diätassistentin, Diplom/Ernährungsberaterin – DGE
Praxis für ganzheitliche Ernährungsberatung Hundsangen

www.mh-ernaehrungsberatung.de


Schwangere

letzte Aktualisierung: 25.03.2009